Schön aber heftig

Für mein Projekt, im ersten Jahr als Rentner 2011 jeden Monat einen Marathon zu laufen, haben wir für Februar den Marathon in Bad Salzuflen ausgesucht. Wieder ein Laufevent, bei dem Resi mich auf einem Teil der Strecke begleiten wollte und auch in eine offizielle Wertung gelangen konnte. In Bad Salzuflen hat man sich ein Baukastensystem einfallen lassen, bei dem Strecken zwischen 18 Kilometern und der Marathondistanz gewertet werden. Also für uns wieder einmal ein ideales Laufereignis.

Da der Startschuss erst um 12:15 fallen sollte und sich die Entfernung zum Veranstaltungsort mit knapp 220 Kilometern im Rahmen hielt, reisten wir also morgens mit dem Auto an und waren gegen 11:30 in Bad Salzuflen. Vor dem Start war erst einmal ein Treffen mit den positiv Laufverrückten von ‘streakrunner.de‘ angesagt. Michael kannten wir ja bereits aus Rodgau und heute lernten wir also Max, Kai, Klaus und Carsten, der seinen allersten Wettkampf bestritt, kennen. Auf der Strecke habe ich dann später auch noch Christal getroffen und mit ihr ein paar Wort gewechselt. Die obligatorischen Erinnerungsfotos wurden geschossen und schon fiel der Startschuss. Die eigentliche Startlinie war leider nicht zu erkennen, also wurde irgendwann der Garmin gestartet und das Erlebnis Bad Salzuflen Marathon konnte beginnen.

Der erste Kilometer war eine Art Zubringer zum eigentlichen Rundkurs von 8 Kilometern, der dann beliebig oft absolviert werden konnte. Da dieser Weg ziemlich schmal war, war an Laufen nicht zu denken und für die ersten beiden Kilometer haben wir über 16 Minuten gebraucht. Erst nach und nach zog sich das Läuferfeld auseinander und so allmählich war zu erkennen, worauf wir uns bei diesem Lauf eingelassen hatten. Es ging ständig bergauf und bergab, also genau das Richtige für uns Flachlandtiroler, die ja im Training täglich etliche Höhenmeter absolvieren!?!? Die Konsequenz: ab der zweiten Runde wurden die steilen Aufstiege gehenderweise zurückgelegt und für Resi stand nach 12 Kilometern fest, dass sie den Rundkurs nach der zweiten Runde verlassen würde, um diesen Lauf nach 18 Kilometern zu beenden. Nach Kilometer 17 trennten wir uns und Resi hat diesen 18 Kilometerlauf nach 2:16:24 Std. und als 5. Ihrer Altersklasse beendet.

Für mich hieß es jetzt, die Zähne zusammen zu beißen und irgendwie die restlichen 24 Kilometer hinter mich zu bringen um das Projekt 12 Marathons in einem Jahr nicht schon im Februar mit dem 2. Lauf abbrechen zu müssen. Nach 2:35 Stunden hatte ich die Halbmarathondistanz erreicht und es ist mir irgendwie geglückt, einen Laufrythmus zu finden, der es mir ermöglichte, die zweite Hälfte ca. 5 Minuten schneller zu laufen um nach 5:04:57 das Ziel zu erreichen. Leider musste die Siegerehrung komplett ausfallen, da der Zeitnehmer Probleme mit der Runden- und Zeiterfassung hatte. Noch ein Wort zu Carsten, der es doch tatsächlich geschafft hat, bei seinem allerersten Wettkampf begleitet von Michael und Max 34 Kilometer zu laufen – eine tolle Leistung.

Fazit dieses Lauftages: ein herrlicher Landschaftslauf, den wir nicht gelaufen wären, hätten wir vorher gewusst, was da an Höhenmetern auf uns zukommt.

2 Gedanken zu „Schön aber heftig

  • 3. März 2011 um 10:32
    Permalink

    Hallo Resi, hallo Werner :)

    Es wäre aber schade gewesen, wenn Ihr bei diesem super Wetter nicht in BS gestartet wärt.

    Viel Erfolg bei den kommenden 10 Marathons.

    Gruß,
    Michael

  • 5. März 2011 um 20:27
    Permalink

    Hat das bei mir gedauert….ich habe gerade kapiert, das BS nicht Braunschweig sondern Bad Salzuflen war.

    Hallo Resi, hallo Werner,

    herzlichen Glückwunsch noch nachträgleich zu dem alles ander als einfachen 18 km Lauf in Bad Salzuflen. Resi, leider habe ich davon gar nicht mitbekommen und Dir so auch nicht gleich vor Ort gratuliert. (Siehe oben, ich kapiere manches so schnell wie ich laufe…also langsam :) )

    Viele Grüße an Euch Beide!
    Klaus

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